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Bericht Juni 2019

Der Besuch in diesem Frühjahr war etwas anders als in den übrigen Jahren. Ich habe mich endlich damit abgefunden, dass ich verkleinern und nicht vergrössern muss. Wenigstens im Moment, wie es später herauskommt weiss ich noch nicht.

Ich ertrage die langen Flüge und die schlechte Luft in Kathmandu nicht mehr gut. Mein Husten und Schnupfen bessern nicht seit sieben Monaten. Zudem wurden in Kathmandu fast alle Strassen und Strässchen gleichzeitig gemacht. Der Wind brachte täglich riesige Staubwolken in den hintersten Winkel jedes Hauses. Zudem war die Verschmutzung der Motorräder und Autos fast endlos.

Das alles machte mir seit Monaten zu schaffen und es trat, trotz dauernden Arztbesuchen, keine Besserung ein.

Aber das allein ist es nicht. Wir haben fast kein Geld mehr und ich merkte, dass es vielen NPO gleich geht. Auch in der Schweiz mussten die „Non Profit Organisations“ sehr umstellen und neu überdenken.

Da vom letzten Herbst bis im Frühling fast alle Studenten die intern wohnten, auszogen, brauchten wir die vielen Zimmer nicht mehr. Es war nötig einigen Studenten ein Zimmer extern einzurichten, weil sie zu weit vom College entfernt waren. Wenigsten ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl, einen Kasten oder ein Gestell brauchten sie. Auch Leintücher, ein wenig Geschirr und Besteck, eine Reispfanne, waren nötig.
Haushaltungskosten, Miete, Taschengeld und andere Ausgaben wie Arztkosten, waren nötig. Nebst den Schulkosten die - je nach Ausbildung - wirklich teuer sind.

Im Herbst 2018 und Frühling 2019 haben fast alle Studenten - bis auf zwei - das Haus verlassen. Wir hatten ganz erfreuliche Abschlüsse und die übrigen studieren jetzt weiter. Eine Studentin lernt noch gut Deutsch und beginnt ihr Medizin Studium im Herbst in Deutschland.
Zwei verliessen ihr Studium, beide arbeiten zur Zeit in einem Restaurant. Einer konnte eine Art Anlehre machen im Hyatt in Kathmandu. Er wartet auf das Visum um ins Ausland zu gehen.

Drei der Krankenschwestern sind auch in den Frühlingsmonaten fertig geworden. Sie würden sich gerne weiter bilden, aber das geht im Moment von uns aus nicht.
Eine junge Frau hat soeben den Kurs zur Krankenschwester begonnen. Sie wird auch vier Jahre haben bis sie die Ausbildung beenden kann. Ob wir ihr finanziell helfen können, kommt darauf an, wie viel Geld wir noch regenerieren können.

Alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern

In Sachham sind nur noch SIEBEN Kinder und zwei Mütter. Vier der Kinder haben keine Mutter bei uns. Sie können auch nicht auf diese Mutter zählen.
Für diese vier Geschwister bin ich in zwei Heime zu Gesprächen gegangen. Aber es wird erst im Herbst entschieden wohin sie gehen können.

Wenn diese Kinder weg sind, möchte ich die zwei Mütter, (noch dazu eine Lehrerin die jetzt Jahre bei uns Aufgabenstunde gab), zusammen in einer Wohnung unterbringen. Sie könnten selbständig wohnen und arbeiten gehen und wir würden versuchen, die Schule der Kinder zu bezahlen.

Das würde heissen, dass wir nur noch eine Teilzeitleitung für die Finanzen hätten und für den Kontakt mit den Schulen.

Die Reinigungsfrau und die Lehrerin brauchen wir jetzt nicht mehr. Wir sind in 2x 2-Zimmerwohnungen. Dafür bezahlen wir 320.—. Vorher haben wir für das Haus über 900.— bezahlt. Im Moment brauchen wir nicht mehr.

Riehen, Dezember 2018

Unterstützung für die Zukunft

Unterstützung für die Zukunft - Sachham Verein Nepal


Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung. - John F. Kennedy


Liebe Leserinnen und Leser


„Sachham“ steht für Stärke, Fähigkeit & Kraft – Werte, die wir mit unseren Projekten den besonders vernachlässigten Menschen der nepalesischen Gesellschaft zukommen lassen.

 

Sie fragen sich warum wir tun, was wir tun?

Der Herzenswunsch von Kathrin Baumgartner ist es, dass Kinder, welche im Kinderheim gelebt haben, nach ihrer obligatorischen Schulzeit finanziell unterstützt werden, damit sie ein Studium absolvieren können. In Nepal gibt es kaum für die Nepalesen erschwingliche Ausbildungen. Ein Studium für Jugendliche ist unabdingbar für ihre Zukunft. 

 

Sachham stellt sich vor:

 

Was wir genau tun

Momentan wohnen 2 Mütter mit ihren Kindern, sowie 4 Geschwister aus ländlicher und ärmlicher Gegend bei uns im Sachham-Haus. Sachham ermöglicht vor allen diesen 4 Geschwister die Chance auf Bildung. Was für uns kaum vorstellbar ist, ist zwischen Eltern/Kinderbeziehung und Bildung zu entscheiden zu müssen. Daher ist es uns sehr wichtig, den Kontakt zu der Familie mindestens einmal im Jahr zu ermöglichen.

 

Warum sind wir erfolgreich

Uns zeichnet aus, dass wir Kinder und Jugendliche aufnehmen, welche gewillt sind zu lernen für ihr Studium.

Was haben wir bisher erreicht

Im Jahr 2014 haben wir den Verein gegründet und seither konnten wir bereits einige Erfolge erzielen. Junge Menschen konnten mit unserer und Ihrer Unterstützung ein Studium erfolgreich abschliessen oder schliessen es in Kürze ab. Folgend ein paar Beispiele:

Drei Krankenschwestern schlossen ihre Ausbildung erfolgreich ab und können nun ihr Leben finanzieren und ihren Traum leben. Eine Studentin hat mit einem sehr guten Resultat ihr Studium im Hotelmanagement abgeschlossen und wird noch diesen Dezember für ihr Praktikum nach Japan fliegen. Ein weiterer Student konnte im Hotel Hyatt eine Ausbildung als Koch erfolgreich abschliessen und wird im Frühling nach Dubai reisen um sich weiterzubilden. 

 

Was benötigen wir und wozu

Alleine die Ausbildungskosten (ohne Kost und Logis) belaufen sich auf rund 25’000 CHF im Jahr.
 

Was Sie dazu beitragen können

Um Jugendlichen die erwähnte Perspektive zu ermöglichen sind wir auf jede Hilfe angewiesen. Ob Sie lediglich einige Franken oder eine grössere Summe in den Verein einbringen möchten, spielt keine Rolle. Jede Unterstützung ermöglicht uns, den Grundsatz «Bildung für alle» weiter zu verfolgen. Ihre Spende gibt einem Teil der Jugendlichen in Nepal die Chance, eine solide Ausbildung zu absolvieren und für die Zukunft und das Leben gewappnet zu sein. Gemeinsam schaffen wir es, einigen wenigen Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. Ihre Spende hilft uns für eine direkte, nachhaltige Hilfe vor Ort. Bei dieser Unterstützung geht es letztendlich um ein würdiges Mensch Sein. 

 

Xenia Lehner

 

 

IBAN: CH450023323315968440V

Sollten Sie einen Einzahlungsschein benötigen, zögern Sie nicht, sich bei uns zu melden.

Riehen, Dezember 2018

Weihnachtsbrief 2018

 

Liebe Freunde und Spender

 

Vielleicht empfinden Sie diesen Brief nicht so ganz als Weihnachtsbrief. Ich habe mich aber – nach langem Überlegen – dazu entschieden, diese Zeilen so zu schreiben wie mir zu Mute ist.

 

Sicher hängt ein Teil des finanziellen Zustandes unseres Vereins mit meinem Herzinfarkt vor einem Jahr zusammen. Danach verlor ich für ein paar Monate den Elan und die Kraft mich ganz einzusetzen. Ein solches Verhalten wirkt sich meistens erst ein paar Monate, oder sogar ein Jahr später aus.

 

Nach dem Erdbeben 2015 hat «Sachham» viele Spenden erhalten. Wir setzten dieses Geld für den Aufbau von Häusern ein, wie wir es versprochen haben.

 

Nach dieser Katastrophe gab es auf der Welt andere Erdbeben, Kriege und die grosse Flüchtlingswelle begann. Diese weltweiten Krisen führen dazu, dass soziale Organisationen Gelder benötigen.

 

Ich verstehe das alles und doch hoffe ich, dass wir wenigstens die Studenten - die ihr Studium mit unserer Hilfe begonnen haben - bis zum Schluss ihres Studiums finanziell begleiten können.

 

Diesen neuen Verein «Sachham» habe ich 2014 gegründet, weil viele Kinder in Nepal endlich die Schule besuchen können, doch die Fortsetzung zu einem Studium gänzlich fehlt. Dort sah ich unser Potential.

 

Sicher haben noch lange nicht alle Kinder eine Möglichkeit die Schule zu besuchen und die Mädchen sind immer noch im Nachteil.

 

Einer meiner Bekannten will den Eltern mit Mädchen NRp. 100 (Fr. 1.--) im Monat spenden. Er ist überzeugt, dass sehr viele Eltern für diesen Betrag ihre Mädchen in die Schule schicken. Denn nach wie vor boomt der Mädchenhandel und die «Händler» versprechen den Eltern Geld zu geben und dazu noch die Schulbildung der Tochter zu finanzieren.

 

Alle Kinder, die ich in den letzten elf Jahren in Nepal kennen lernte, gaben alles für ihre Ausbildung. Während der Schulzeit bleibt ihnen fast keine Zeit zum Spielen. Wenn sie am Nachmittag um 16 h nach Hause kommen, gibt es ein kurzes Z’vieri und anschliessend erwartet sie eine Aufgabenstunde von 1 ½ - 2 Stunden.

 

Auch wenn die Schüler das zwölfte Schuljahr mit besten Noten abgeschlossen haben, kann es sein, dass sie keine Möglichkeit haben zu studieren - weil die finanziellen Mittel fehlen - und oft bleibt ihnen nur noch das Ausland als Fremdarbeiter.

 

In diesem Herbst haben vier Studentinnen mit einer Bestnote ihre Ausbildung als Krankenschwester, im Hotel Management, der Medizin, Management und Commerce, abgeschlossen.

 

Ein Student hat ein vier jähriges Studium begonnen. Er kann nicht mehr intern wohnen, weil das Collage zu weit entfernt liegt.

 

Ich hoffe nun fest, dass wir für die nächsten vier Jahre genug Geld erhalten, damit wir die restlichen Studenten und die sieben Kinder mit ihren zwei Müttern unterstützen können.

 

Es ist mir bewusst, dass Sie viele Spendenbriefe erhalten, für mich ist es aber der einzige Weg an Sie zu gelangen.

 

Ihnen wünsche ich eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein glückliches Neues Jahr.

 

Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung

 

Kathrin Baumgartner

Riehen, Dezember 2018

Perspektiven als Triebkraft des Lebens

Ziemlich genau vor einem Jahr verbrachte ich zwei Monate in Nepal. Das scheinbar endlose Elend und die grosse Armut in diesem wundervollen Land mögen einen dazu verleiten, weg zu sehen aus purer Hoffnungslosigkeit und Überforderung. Doch wenn man an eine bessere Zukunft glaubt, eine Perspektive hat, gewinnt man die nötige Zuversicht, Dinge zu verändern.

Perspektiven geben einem die Chance, sein Potential zu entfalten, über sich selber hinaus zu wachsen und einen Weg auch bei widrigen Umständen weiter zu gehen. Ich kenne es aus meinem eigenen Leben: in einer schwierigen Zeit ein Ende in Aussicht zu haben, den zu erklimmenden Gipfel in erreichbarer Nähe zu sehen oder auch bloss nach einem beschwerlichen Tag einen schönen Abend vor mir zu haben, gibt mir die nötige Energie, manchmal auch zusätzlichen Mut oder Wille, nicht aufzugeben, noch weiter zu gehen oder nochmals richtig effizient zu sein.

Dies ist es, was ich an Kathrin stets bewunderte: trotz widrigsten Umständen, nicht aufzugeben und dabei niemals ihre Ideale zu verleugnen, niemals das Wohl und die Perspektive der betroffenen Menschen aus den Augen zu lassen, im Gegenteil, genau diese immer als oberstes Ziel der Arbeit zu sehen! Ich weiss, wie schwierig das sein kann in einem Land, das unserer Kultur so fremd ist, wo Korruption an der Tagesordnung steht und Arbeitshaltung sowie gesellschaftliche Normen sich doch so sehr von unseren Ideen unterscheiden…

Das Projekt Sachham Nepal bietet Kindern, Jugendlichen und alleinerziehenden Müttern – den schwächsten Gliedern in einem so mittellosen Land wie Nepal – die Perspektive eines besseren Lebens. Mit ihrer ganzen Erfahrung und all ihrem Herzblut steckt Kathrin unbezahlbare Energie in die ganz persönliche und individuelle Betreuung und Begleitung dieser Menschen. Es ist mir ein grosses Anliegen, dass die Perspektiven für alle Menschen von Sachham weiter bestehen bleiben können und damit ein bisschen mehr Hoffnung nach Nepal und in die Welt gebracht werden kann.

Solvey Schüle

Riehen, März 2018

Bericht Januar 2018

Weil ich im Herbst nicht - wie gewohnt - nach Nepal fliegen konnte, hat sich im Januar für mich ein grosses Programm ergeben.

 

Das grösste Problem aber wurde für mich die Kälte. Da nützten keine drei, vier Schichten warme Kleider und auch die Nächte blieben mit fünf Bettflaschen sehr ungemütlich.

 

Trotzdem verbrachte ich eine sehr schöne Zeit in Kathmandu und ich durfte viel Hilfe und viele gute Freunde erleben.

 

Am Tag nach meiner Ankunft hat uns Malika Prasai verlassen. Das war so abgemacht. Es hat auch ein paar Tränen gegeben. Malika war seit dem Anfang von Sachham als Managerin bei uns und so intensiv und nahe beisammen zu leben, gibt oft eine tiefere Beziehung. Ich danke Malika herzlich für Ihre Arbeit für Sachham.

 

Ich hoffte natürlich eine neue Leitung für den Verein zu finden. Das war der Grund, weshalb ich im Januar kam. Ich wünschte mir eine Frau und einen Mann.

Das fand ich auch. Maya hat ihre Ausbildung als Sozialarbeiterin fertig und hat als Lehrerin gearbeitet und Bire wird in drei Monaten seine Prüfung als Sozialarbeiter machen.

 

Im letzten Frühjahr habe ich die grosse Reise ins Dorf unserer 4 Kindern beschrieben. Wir haben eine sehr gute Zeit verbracht und auch die Familie wieder zusammenbringen können.

Im Herbst kam dann die Nachricht, dass die Mutter der Kinder wieder psychisch sehr krank und weggelaufen sei. Als sie zurückgebracht wurde, musste sie an Händen und Füssen an ihr Bett gebunden werden. Ich ertrug diesen Gedanken fast nicht.

Die Kinder verstanden nicht, warum sie ihre Mutter nicht anrufen konnten.

Nach unserem Besuch im Frühjahr hatten sie immer sehr ungezwungene Gespräche mit ihr.

Ich fragte die Brüder im Januar bei ihrem Besuch in Kathmandu, wie hoch die Kosten für eine Behandlung ihrer Schwester sei. So holte ich auf der Bank den genannten Betrag, damit die Mutter in ein nahe gelegenes Spital gebracht werden konnte. Ich gab den Onkeln ein paar Fotos der Kinder mit, bat sie, diese Bilder in der Nähe des Bettes aufzuhängen.

Ich hoffe, wenn sich die Mutter wieder besser fühlt, dass ihr die Bilder der Kinder Mut zum Leben geben.

Der neueste Bericht über sie war schon viel besser. Sabina, (so heisst die Mutter der Kinder), helfe wieder Wasser tragen und übernehme kleine Aufgaben. Ich habe auch jemanden gefunden, der kontrolliert ob unser Geld wirklich für Sabina eingesetzt wird.

Die zwei Brüder waren auch sonst sehr deprimiert bei ihrem Besuch und der ältere, (den wir auch im Studium unterstützen), musste sein Studium vorläufig unterbrechen. Nebst der kranken Schwester, ist beim ersten grossen Schneefall auch noch ihr Haus zusammengestürzt. Das Haus wieder aufzubauen würde Fr. 7000.- kosten. 

 

Bevor ich Anfangs Januar nach Nepal abreiste, erreichte mich noch eine freudige Nachricht. Mein Kollege fragte mich, ob die drei Kinder - die wir im Frühjahr in ein anderes Heim brachten - ein paar Tage zu uns in die Ferien kommen dürften. Das erlaubte ich gerne.

Wir Erwachsenen und unsere sieben Kinder freuten sich sehr über den Besuch.

Es schien, als wären sie nie getrennt gewesen und sie erinnerten sich noch an Sprüche und Witze, die sie vor neun Monaten gemacht haben, vor allem merkten wir, dass die drei Kinder sehr gut in ihr „neues“ Heim passen und dort sehr glücklich sind. Trotzdem freuen sich alle auf die nächsten „Ferien“ zusammen.

 

Mütter mit Kindern haben wir zurzeit nur zwei im Haus. Eine arbeitet als Hausmutter bei uns und macht ihre Arbeit sehr gut und die zweite Mutter, haben wir jetzt als Köchin fest angestellt. Beide sind sehr wichtige Stützen im Haus.

Im Frühjahr möchten wir wieder ein/zwei Mütter und ihre Kinder aufnehmen. Ich hoffe, bis dann sei das neue Leiterteam eingearbeitet. Es braucht - nebst viel Verständnis - ziemlich Kraft und eine konsequente Haltung um die neuen Mütter an einen geregelten Tagesablauf gewöhnen zu können.

 

Die Jugendlichen, die extern oder intern wohnen, gehen ihren Studien nach.

Sie müssen viel lernen und die Kosten sind sehr unterschiedlich und zum Teil hoch. Aber es macht uns Freude, weil sich alle sehr Mühe geben und auch sehr dankbar sind für unsere Unterstützung.

Ich merke, dass viele von ihnen unsere Unterstützung brauchen um ihr Selbstvertrauen zu fördern. Sie wollen auch jemanden, dem sie ihre Sorgen und Ängste mitteilen können und sie müssen merken, dass nicht jedes Problem so schwer wiegt und fast unlösbar ist. Manchmal brauchen sie eine Korrektur ihres Verhaltens. Das akzeptieren sie ohne weiteres.

Die Studenten helfen auch im Haushalt mit. Sie kochen am Samstag, wenn ihr freier Tag ist, putzen ihr Zimmer und besorgen abwechslungsweise den Abwasch am Abend.

 

Wir sind auch froh, dass wir einige Mütter ausserhalb unseres Hauses unterstützen können. Das sind Frauen, die seit Jahren mit ihren Kindern allein leben. Zum Teil kommen sie immer wieder mit der Frage, ob wir ihre Töchter oder Söhne mit dem Schulgeld unterstützen könnten. Es tut mir jedes Mal leid, wenn ich ihnen nicht helfen kann. Zum Teil kenne ich sie seit 8 Jahren. Tapfere Frauen, die nie aufgeben und immer wieder versuchen, ob es bei meinem jetzigen Besuch in Nepal für ihre Kinder reicht.

 

Wir werden auch immer wieder um Nothilfe angegangen. Ich hoffe, dass es mir möglich ist, da und dort einspringen zu können. Wir werden gefragt, ob wir Examensgeld von ca. CHF 120.- - 150.- auslegen können, weil die Mutter keine Arbeit hat oder krank war. Ein Instrument kaufen für ein musikbegabtes Kind, oder ein Handy anschaffen, mit dem die Schulaufgaben vom College empfangen werden können.

 

Im Behindertenheim helfen wir immer noch mit Windeln. Im Winter braucht es davon mehr. Aber es hat sich viel verändert. Seitdem eine australische und eine Nepali Gruppe sich auch um das Heim kümmern, wurde viel verbessert. Es hat im Haus ein Dach gegen die Sonne und den Regen, neu gibt es warmes Wasser und eine Waschmaschine und – was ganz wichtig ist - Rollstühle. Vorher lagen die schwer Behinderten den ganzen Tag am Boden. Das war auch für die Pflege der Behinderten sehr schwierig. Die heilpädagogische Betreuung fehlt natürlich fast ganz. Aber wenn die Fortschritte so weitergehen wie im vergangenen Jahr, bleibt doch die Hoffnung auf eine Verbesserung.

 

Im Weiteren stellte ich in Nepal eine neue Tendenz fest, die mich freute.

Drei meiner Besucher haben unabhängig voneinander über ihre Zukunftsideen gesprochen. Sie meinten:

In 10 - 20 Jahren werde es nicht mehr möglich sein für ihre Sozialen Heime und Betriebe genug Geld zu generieren. Sie würden sich überlegen einen Nebenverdienst aufzubauen.

Zwei haben schon begonnen, Bio Gemüse anzupflanzen. Zum Teil auf dem Land ihrer Väter. Dies kostet keine Miete und das Land ist wieder genutzt. Wir erhielten ein Angebot, dass wir Teppiche, die - wenn es gewünscht wird - selber entworfen werden können, verkaufen und einen Teil des Gewinns  für den Verein Sachham erhalten. Ich habe schon jetzt Fotos und Muster von Farben und verschiedenen Garnen mit nach Hause gebracht, aber ich weiss, dass es nicht leicht sein wird einen eigenen Verkauf aufzubauen.

 

An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich für die vielen Beiträge, Spenden und das grosse Verständnis für die Hilfe in Nepal. Ohne Sie wäre die Unterstützung in Kathmandu nicht möglich.

 

Gerne weise ich Sie auf unsere GV am 11. April 2018 um 19.00 Uhr im Pflegeheim Wendelin an der Inzlingerstrasse 50, in 4125 Riehen, hin. Sie sind alle herzlich eingeladen. Nach der ordentlichen Sitzung und ein paar Bildern hält das Wendelin - wie immer - einen Aperitif bereit.

Ich freue mich viele von Ihnen begrüssen zu dürfen. Ich danke der Heimleitung, dass wir auch dieses Jahr unsere GV im Wendelin zu Gast sein dürfen.

 

Herzlich grüsst Sie Kathrin Baumgartner

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